Mittwoch, 25. Februar 2015

Eine Woche Konsumfasten: Eine Chance, sich neu zu entdecken

Konsumfasten 2015
Gerade mal eine von sieben Wochen Fastenzeit sind um, aber bei mir hat sich doch einiges bewegt!

Wie es bisher lief

Meine Ziele: Nichts Süßes, nichts unnötig kaufen, Internetzeit beschränken und ausmisten. Nichts Ausgefallenes also. Neyasha hat mich mit einem Kommentar noch daran erinnert, beim Frühstück den Kaffee sein zu lassen. Stattdessen trinke ich nun grünen Tee, denn Kaffee fährt meinen Kreislauf viel zu ruckartig rauf.

Tatsächlich habe ich bisher ohne Probleme auf Süßes verzichten können – wenn nichts da ist, kann mich auch nichts in Versuchung bringen. Wenn mein Freund trotzdem was Süßes mitgebracht hat, musste er allein damit klarkommen (darauf bin ich am meisten stolz!). Stattdessen habe ich viel mehr Obst und rohes Gemüse gegessen und lecker gekocht. Richtig lecker.

In der Stadtbibliothek habe ich es geschafft, nur meine alten Ausleihen abzugeben und nur ein für meine Magisterarbeit nötiges Buch mitzunehmen. Sonst kam ich nicht zu sehr in "brenzlige" Situationen, weil ich die meiste Zeit arbeitend vor meinem Laptop verbringe. Allerdings war ich in der Zeit unnötig oft auf der Website von Tauschticket, nur so zum Gucken... Ansonsten habe ich meinen eigenen Büchern wieder mehr Aufmerksamkeit gewidmet und wurde mit einem schrumpfenden SuB belohnt!

Der Ausstieg aus dem Netz ist natürlich am schwierigsten, weil es überall zugänglich ist. Da war ich nicht hundertprozentig erfolgreich, aber es wird. Es wird!

Ich fühle mich im Moment super, fast euphorisch, auch weil ich endlich mal wieder ordentlich zum Arbeiten gekommen bin und mich mit mir selbst befasst habe. Zum Beispiel habe ich entdeckt, dass meine beste Schreibphase erst am Nachmittag beginnt. Und noch viele andere, kleine Dinge.

Dadurch, dass ich konzentrierter arbeite, kann ich auch beruhigt in den Feierabend gehen und dann ein bisschen Freizeit genießen. Vor allem lese ich natürlich, aber ich habe auch ein wenig gebastelt, mehr sauber gemacht als sonst und einfach nur auf der Couch gehangen (unser Wetter ist momentan einfach nur inakzeptabel, darum war ich nicht draußen, schon aus Prinzip nicht).

Ausgemistet habe ich bisher bloß eine Hand voll Bücher und das war auch eher meiner regelmäßigen Verzweiflung vorm Bücherregal geschuldet als der Fastenzeit, aber immerhin :) Das "Besitztümer-Entschlacken" stand auf meiner Liste ganz unten, wegen der Abschlussarbeit habe ich nicht Zeit, mal eben ein Zimmer zu entrümpeln. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Die Motivation ist hoch

Das Konsumfasten ist für mich bis jetzt überhaupt nicht einengend, sondern im Gegenteil befreiend gewesen. Ich glaube nicht, dass sich das auf jeden genauso übertragen lässt, sondern dass ich einfach momentan in der richtigen Verfassung für solche Umstellungen bin. Mein Leben ist gerade im Umbruch, da tut so eine Rückbesinnung einfach gut und Umstellungen fallen nicht so sehr ins Gewicht. Ich kann gut verstehen, wenn jemand das Fasten sein lässt oder damit Probleme hat, denn ich bin selbst schon zu anderen Zeiten mit ähnlichen Dingen gescheitert.
Für mich ist es aber jetzt so, dass ich das Fasten nicht als Verbot von irgendwas empfinde, sondern als Möglichkeit, Alternativen zu finden. Und das ist echt gut.

Alles Liebe,
Cat

Kommentare:

  1. Das klingt doch wunderbar! Bist ja richtig fleißig, da kann man wirklich entspannter in den Feierabend gehen. Ich glaube, ich muss mir da mal ein Beispiel an dir nehmen.
    Auf Süßes zu verzichten, würde mir deutlich schwerer fallen, muss ich zugeben - mir fällt das im Urlaub dafür leichter...
    Ja, das Internet - ich wollte auch mal einen Gang zurückschalten, was das betrifft, aber momentan klappt das nicht so ganz.
    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Motivation! Dein Beitrag ist richtig beflügelnd! :)

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    1. Aww, dankeschön!
      Ich weiß auch nicht, wie ich das mit dem Süßkram plötzlich so gut hinbekommen habe... Ich bin so eine Zuckerschnute!

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