Freitag, 2. Januar 2015

Winterkatzes Sachbuch-Challenge

Kurzentschlossen bin ich bei Winterkatzes zweiter Sachbuch-Challenge eingestiegen (meine Übersichtsseite ist hier).
Bei näherer Betrachtung habe ich mehr passende Bücher in meinem SuB gefunden als erwartet. Ich dachte es wäre ganz nett, die mal kurz vorzustellen, damit ihr wisst, was es bei mir so zu lesen gibt, und auch mir selbst ist nicht bei allen Titeln klar, worum es genau geht, darum ist das auch für mich nützlich :)

Ich gebe auch an, wie dringend ich das jeweilige Buch lesen möchte:
••• = jaja, bitte!
•• = ja, hat aber Zeit
• = nicht so dringend


• John Freely: Platon in Bagdad
Ein sehr neues Buch auf meinem SuB über die Wissenschaften im Orient. Man hat ja meistens eine grobe Idee davon, dass viele Grundlagen der Wissenschaften schon früh in Nahost bekannt waren, bevor sie zu uns herüber schwappten oder neu entdeckt wurden. Ich finde das super spannend und hoffe auf eine unterhaltsame Rekapitulaiton der Geschichte.

• Daniel Pennac: Wie ein Roman
In diesem Buch werden die zehn Rechte des Lesers ausgeführt. Eine Art Streitschrift also. Vom Nachbarn geschenkt, daher weiß ich nicht viel darüber, es klang aber interessant.

• Vicki Myron: Dewey und ich
Meine Miniselbstbelohnung zur bestandenen Prüfung war dieser bestimmt unterhaltsame, lockere Schmöker über eine Katze, die in einer Bibliothek einzieht. Da kann man nicht wirklich falsch liegen.

• Ernest Hemingway: Paris. Ein Fest fürs Leben
Hemingways posthum veröffentlichter autobiographischer Text über seine Zeit in Paris, mit vielen scheinbar wenig schmeichelhaften Darstellungen seiner Freunde und Bekannten. Ich denke bei dem Buch immer an den Film Midnight in Paris und bin gespannt wie ein Flitzebogen und super froh, dass dieser Klassiker endlich in deutscher Sprache vorliegt (OT: A Moveable Feast).

• Yannik Mahr: Reinlich und kleinlich?
Ein Büchlein über die Deutschen, vermutlich humorvoll betrachtet. Mitbringsel von der Frankfurter Buchmesse. Ich habe keinerlei Erwartungen an das Buch, weil es komplett außerhalb meiner Komfortzone liegt. Aber vielleicht werde ich ja überrascht!


•• Hart und zart. Frauenleben 1920-1970
Ein Geschenk, das durch sein schieres Gewicht immer den kürzeren zieht, wenn ich ein neues Buch aus dem Regal ziehe. An die 50 Autorinnen sind hier mit teils alten, teils neuen Texten vertreten, darunter auch bekannte Namen. Insgesamt macht das Buch einen deutlich links gerichteten Eindruck.

• Alberto Manguel: Eine Geschichte des Lesens
Noch so ein Buch, dass ich dringend lesen will, das aber einfachso unhandlich ist, dass ich es nie anfasse. Ich habe die große illustrierte Ausgabe mal zum Geburtstag bekommen. Asche über mein Haupt, das lese ich dieses Jahr totsicher!

• Leonard Mlodinow: Euclid's Window
Leider gibt es dieses Buch nicht auf Deutsch. Ich habe es auf Daniel Kehlmanns Hinweis, er finde das Buch toll, gekauft, für meine Magisterarbeit. Ein Buch über die Geschichte der Geometrie, von den Anfängen bis heute, also von Euklid bis zur Stringtheorie. Die Kapitelüberschriften verraten viel Humor und ich freue mich schon riesig darauf (sogar verboten riesig, ich hasse Mathe eigentlich).

• Georg Ruppelt: Take up and read. Nimm und lies
Untertitel: Zwei Essays über das Lesen. Genug gesagt.


• Marion Aptroot: Jiddisch
Kurz gesagt: Alles über Jiddisch. Das Buch habe ich mal auf Empfehlung eines Profs gekauft, bin aber nicht über einige Seiten hinaus gekommen wegen anderen Büchern und Zeitmangel. Als Linguistin bin natürlich immer noch am Thema interessiert.

• Deborah Tannen: Das hab' ich nicht gesagt. Kommunikationsprobleme im Alltag
Sieht zwar heftig nach Neunzigern aus, aber das Thema interessiert mich.

• Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede 
Es geht nicht nur um's Laufen, aber scheinbar auch. Manchmal sollte man auch seltsame Buchtitel nicht als PR abtun. Eine Art langer Essay über das Schreiben. Und Laufen halt :)

• Lothar Gall: Bürgertum in Deutschland
Okay, klingt eher trocken, aber ich habe nun mal ein Faible für die Aufklärung. Und das ist auch das Zeitalter, in dem das Bürgertum entstand. Das Buch habe ich aber nun schon sehr lange (Geschenk von Nachbar); es ist mehrere hundert Seiten stark und darum etwas einschüchternd.

• Kakuzo Okakura: Das Buch vom Tee
Ein jahrhunderte alter Text über die richtige Zubereitung von Tee. Klingt vielleicht nicht soo spannend, aber nachdem ich drei Semester Japanisch gelernt habe, interessiert mich die japanische Kultur immer noch sehr. Und es st ein ganz schmaler Band. Keine hundert Seiten.


Und noch zwei, die mir beim Foto Shooting entgangen sind... 

 • Daniel Kehlmann: Wo ist Carlos Montúfar?
Ist zwar für meine Magisterarbeit, aber sicher auch so interessant: Kehlmann über Literatur.

• Stefan Zweig: Begegnungen mit Menschen Büchern Städten
Darauf bin ich auch echt gespannt: Ich mag vor allem, dass im Titel auch von Begegnungen mit Büchern die Rede ist. So hat man Portraits von Personen, Reiseeindrücke von fernen Orten und Gedanken zu Büchern. Denke ich jedenfalls, denn weitere Infos zum Band konnte ich auf die Schnelle nicht finden.

Kommentare:

  1. Ich mochte Dewey. Murakamis Buch über das Laufen hat mir mal meine Freundin Sayuri empfohlen -mir gefiel es (obwohl ich definitiv keine Läuferin bin, viel zu anstrengend *g*, für mich heißt es eher Nordic Walking).

    Von Manguel habe ich "Das Tagebuch eines Lesers". Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe. Ich meine, es war eingängig geschrieben und - wie meist bei Einblicken in die Lektüre Anderer - interessant.

    Das Tee-Buch und das Jiddisch-Buch finde ich grundsätzlich auch interessant, aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass ich bei den Büchern "dranbleiben" würde. Ich warte also einfach mal ob, was Du zu ihnen schreibst. ;)

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    1. Wenn ich sie lese, dann berichte ich auch, wenigstens kurz :) Ich laufe auch nicht, aber wie es Leute gibt, die anderen gerne beim Sport zusehen, gibt es sicher auch Leute, die gerne über anderer Leute Sporterlebnisse lesen :) Zu den Zuschauern habe ich nie gehört, aber das andere probiere ich mal.

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  2. Da scheinen ja einige interessante Bücher dabei zu sein. Bei deiner Auswahl wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen soll. „Platon in Bagdad" klingt schonmal ganz gut, da musste ich kurz an „Der Medicus" denken. Dort steht der Osten ja auch für den medizinischen Fortschritt.

    Hm, „Geschichte des Lesens"... Geht es in dem Buch darum, wie sich das Lesen über die Jahrhunderte verändert hat? Wäre zumindest sehr interessant...^^

    Dann darf man ja schon gespannt sein. :)

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    1. Stimmt, Der Medicus war bestimmt auch in meinem Hinterkopf bei der Wahl dieses Buchs. An dem Roman haben mich die medizinischen Wissensunterschiede auch mit am meisten interessiert...
      Bei Eine Geschichte des Lesens scheint es unter anderem darum zu gehen, ja. Also, welche Lesemedien es gab/gibt, zu welchen Zeiten man wo und mit wem liest; aber auch verschiedene Alphabete habe ich gesichtet, es muss aso auch um die Umsetzung von Sprache in Schrift gehen. Ein Rundumschlag zum Thema also. Und mit dem Buch kann man wirklich jemanden erschlagen ;)

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    2. Das klingt doch richtig gut. Wenn deine Rezensionen dazu auch noch gut ausfallen, muss ich mir Sorgen um meine Wunschliste machen.^^

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    3. :D Ich übernehme keine Haftung...

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  3. Ich habe beim Drüberlesen jetzt nur den Namen Lothar Gall gesehen - ich habe mich im Zuge meiner Masterarbeit viel mit der Bürgertumsforschung beschäftigt und ich muss sagen, dass ich Lothar Gall im Vergleich zu anderen Autoren eher anstrengend zu lesen und trocken finde. Er präsentiert interessante Fakten und Entwicklungen, aber lange konnte ich mich auf seine Texte nie konzentrieren. Vielleicht kommst du besser mit seinem Stil klar, denn das Thema an sich ist schon spannend :)

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    1. Beim Durchblättern hatte ich auch eher ein ungemütliches Gefühl... Wenn es mir nicht gefällt, sortier ich es eben aus und jemand anders kann sich drüber freuen / damit rumschlagen.

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  4. Murakamis Buch über das Laufen fand ich auch toll. Und ich hasse Laufen! Aber das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich meinen Mann sogar Passagen daraus vorgelesen habe, ich könnte dabei gar nicht genau sagen, warum ich es so reizvoll fand.

    "Platon in Bagdad" klingt spannend - da bin ich neugierig, ob du dazu kommst und was du dann dazu zu sagen hast. :) Überhaupt hast du da eine faszinierende Mischung!

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    1. Danke!
      Das macht mich ein wenig gespannter auf den Murakami. Hab schon einiges von ihm gelesen, aber so was ist doch was ganz anderes. Und ich hoffe sehr, zu Platon in Bagdad zu kommen :)

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  5. Interessante Sachbücher hast du da auf dem SuB. Manguels "Geschichte des Lesens" hatte ich schon mal in einer Wühlkiste entdeckt, dann aber doch nicht mitgenommen. Ich bin gespannt, was du dazu sagen wirst - vielleicht halt ich doch noch mal danach Ausschau.

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    1. Die ganzen farbigen Bilder sind schon mal ansprechend :)

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  6. Ich mochte Dewey auch - und den Pennac habe ich hier auch noch ungelesen im Regal stehen. Die anderen Bücher kenne ich nicht, bin aber gespannt darauf, wie sie dir gefallen werden!

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