Donnerstag, 8. Januar 2015

SuBKultur. Ein Buchjournal für einen SuB: Das "Ex Libris"

Ich dachte, es ist mal Zeit, euch meinen kleinen "Rezi-Helfer" vorzustellen :)
Ist es nicht ein tolles Gefühl, ein lange verstaubtes Buch endlich zu lesen? Wer viele von den Staubfängern zuhause hat, kennt das Gefühl. Die Erleichterung, das kleine Quäntchen Stolz.


Seit einem Jahr   benutze ich für diese und für alle anderen gelesenen Bücher das Buchjournal "Ex Libris" von Leuchtturm. In diesem Notizbuch kann man Daten zu all den Büchern erfassen, die man liest, wie Titel, Autor und wann und wo man es gelesen hat (und auch warum), aber auch Zitate und Gedanken zum Gelesenen / Gehörten. Im Anhang ist Platz für weitere Notizen, Geschenkideen, eine Leihliste und es gibt sogar einen alphabetischen Index, damit man Einträge besser wiederfinden kann.


Ich bin zwar kein leidenschaftlicher Benutzer solcher vorgefertigter Notizbücher, aber ein Notizbuchliebhaber wie ich fühlt sich allein bei der Auflistung dieser Details wie im siebten Himmel. Aber das Beste neben der gut durchdachten Struktur des Journals ist die solide Verarbeitung, die Leuchtturm zu meinem Lieblingsnotizbuchhersteller macht. Das Papier hält auch meinen Lieblingsfüller aus (im Gegensatz zu Moleskine-Produkten) und das Seitenlayout gefällt mir.

Die Eule gehört nicht zur Standardausführung des Lesetagebuchs ;)
Das Notizbuch bietet genug Platz für kurze Notizen zu durchschnittlich dicken Büchern, bei ausführlicheren Bemerkungen oder dicken Schmökern wird es allerdings eng.
Was mir als Datensammler fehlt sind Felder für Seitenzahlen und Editionssprache. Man merkt direkt, dass das Journal nicht für den hektischen Challenge-Leser gedacht ist, sondern um genussvolle Lektüre festzuhalten und dem Gedächtnis bei Bedarf auf die Sprünge zu helfen. Es ist aber genug Platz da, um weitere Informationen locker unterzubringen. So ist das Ex Libris meine papierne Datensammelstelle für Lesestatistiken und für besondere Zitate.

Meine erste Reflexion nach dem Lesen landet dagegen oft bei booklikes und/oder Goodreads. Dafür ist das Ex Libris denn nämlich doch ein wenig knapp. Ich laste die Seite meist größtenteils mit Zitaten aus. Eine Doppelseite pro Buch käme mir also sehr gelegen. Auf Leihliste und Geschenkideenspalte könnte ich dagegen bei etwas größerem Notizenteil leicht verzichten.

Trotzdem liebe ich, wie ihr sicher gemerkt habt, das Büchlein allein seiner Haptik wegen. Es ist eine feine Sache, keine Frage.

Habt ihr auch analoge Notizbücher für eure Gedanken beim Lesen? Würdet ihr ein solches thematisches Notizbuch haben wollen?

Kommentare:

  1. Ich finde solche Lese-Notizbücher an sich toll und habe auch immer wieder überlegt, mir eins zu kaufen, aber letztendlich glaube ich nicht, dass ich es nutzen würde. Ich habe ein sehr knappes Lesetagebuch in meinem Notizbuch (nur Titel, wann begonnen, wann beendet) und nutze ansonsten die Bookpedia auf meinem Computer. Ein paarmal hätte ich schon begonnen, in einem normalen Notizbuch so ein Buchjournal zu führen, aber ich habe das nie lange durchgezogen. Ehrlich gesagt bin ich zu faul, um mir Notizen zu Büchern zu machen. Rezensionen schreibe ich immer einfach so aus dem Kopf und alles weitere habe ich ja in der Bookpedia (dort kann man auch das Lesedatum eintragen, wenn man das Buch verleiht, und alles mögliche sonst).

    Interessant übrigens, was du zu Papier und Füller schreibst. Bislang sind die Moleskines (und teils auch die von Conceptum) tatsächlich die einzigen Notizbücher, in denen ich überhaupt mit meiner Füllfeder schreiben konnte, ohne dass die Tinte verläuft. Auch bei denen von Leuchtturm hatte ich das Problem, dass die Tinte ein wenig verläuft und außerdem extrem auf der Rückseite durchscheint (da die Blätter auch sehr dünnen sind).
    Vielleicht ist die Papierqualität beim Buchjournal besser als bei den normalen Notizbüchern.

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    1. Es ist tatsächlich dasselbe Papier wie in den anderen Leuchtturmprodukten, die ich auch nutze. Liegt vielleicht am Füller/der Tinte. Außerdem bin ich Linkshänderin, wer weiß, vllt. tut auch das sein Teil.

      Es ist interessant: Mit Tagebüchern bin ich auch nie zu Rande gekommen und hatte kein Durchhaltevermögen oder den Wunsch, Einträge zu schreiben. Aber hier hat man ja nicht die tägliche Verpflichtung, darum klappt es wohl.

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  2. Ich hatte ein "analoges" Büchertagebuch, bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe. Mein Blog hat das Büchertagebuch auf Papier abgelöst. Ich hatte allerdings nur ein "normales" liniertes Notizbuch ohne irgendwelche vorgegebenen Sachen. Habe pro Buch aber auch nur Anfangs- und Enddatum sowie einen kurzen Leseeindruck notiert.

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    1. So was habe ich mal irgendwo im Internet gesehen: Da hat jemand praktisch sein gesamtes Leseleben festgehalten. Ich wünschte, ich hätte damit auch schon als Kind angefangen; man könnte sich durch seine gesamte Lesehistorie graben!

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  3. Ich nutze nur diese A4-Moleskine-Hefte, um zu notieren, welche Bücher ich kaufe, welche ich lese, und ein paar kurze Daten - also nicht für Notizen. Die meisten Journals mit vorgegebenen Einträgen passen mir nicht so richtig, wobei mir dein ExLibris noch ziemlich gut gefällt.

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    1. Ich kenne das Problem, selbst meine Kalender bastele ich mir selbst zusammen. Selbst gekauft hätte ich das Ex Libris wohl auch nicht, aber als Geschenk habe ich es sehr gern.

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  4. Dia dhuit, Cat.
    Im zu beäugenden Hype um Apps für alles & jeden bleibt ein analoges "Notizbuch" ein anmerkenswerter Grund zur Freude. Von Hand zu schreiben ist ja nicht umsonst eine Kulturtechnik.
    Als ich noch eifriger Kinogänger war, führte ich eine Art Filmtagebuch mit ersten Gedanken/Eindrücken zu Gesehenen. Zwar fand nichts Wesentliches der Zeilen Eingang in spätere Kritiken, aber die Erinnerung war festgehalten. Am Ende eines jeden Jahres notierte ich noch die Anzahl der Filme und die der Kinobesuche.
    Ansonsten hatte ich weitere Kladden für Textentwürfe, Gedankenskizzen & Materialsammlungen. Gut, "hatte" - ich habe sie ja immer noch. :-)

    bonté

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    1. Sehr fleißig, RoM! Ich habe auch eine beachtliche Anzahl meist nur halb gefüllter Notizhefte, von denen ich mich aber auch nie trennen würde. Leute, die ihre Tagebücher verbrennen, sind mir total fremd. Das gute Papier, all die Erinnerungen!

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  5. Ich glaube, ich bin für so ein Buch nicht fleißig genug. Ich hatte zwar öfter schon überlegt, mir eines anzuschaffen, aber letztenendes habe ich es nur zu einem Blanko-Moleskine gebracht, in dem ich Ideen für meinen Blog sammle - quasi, so oft benutze ich das auch nicht. Aber immerhin ist es da.
    Während des Lesens mache ich mir generell keine Notizen, das würde mich in meinem Lesefluss nur einschränken. Die Rezensionen selbst schreibe ich dann direkt auf dem Blog und das wars.

    Die Eule ist aber süß - wenn die nicht dazugehört, hast du die selber reingestempelt?

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    1. Ja, das ist die Eule Bjarne von minipunkt, ein Dawanda-Shop, bei dem ich immer wieder hängen bleibe <3
      Ich finde es super praktisch, einen Ort zu haben, wo ich meine Gedanken, egal welcher Art, aufschreiben/-malen kann. Bis ich es mal über mich gebracht habe, ein Notizbuch für alles anzufangen, hat es aber gedauert. Früher hatte ich für jedes Thema ein eigenes Heft. Wahnsinnig unpraktisch! Je lockerer man mit seinen Notizen umgeht, desto besser wird die Benutzung, habe ich gelernt.
      Wenn ich also mein Ex Libris gerade nicht zur Hand habe, schreibe ich irgendwo anders rein/drauf und klebe das später ins Heft oder ich lasse es eben sein.

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  6. Ein schönes Büchlein...gefällt mir sehr. Auch ich mag es, Dinge handschriftlich aufzuschreiben, vielleicht auch eine kleine Erinnerung an gewisse Sachen auszuschneiden und dazu zu kleben...das kann mir auch kein Blog ersetzen (und den finde ich auch immer praktisch, um hier meine Leseeindrücke festzuhalten und zu posten).
    Liebe Grüße,
    Olivia

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