Donnerstag, 23. Oktober 2014

Der Quantenzauberer von Eoin Colfer

Der Quantenzauberer (W.A.R.P., #1)Darum geht's

Chevie Savano, 17, hat bei einer Spüraktion des FBI an ihrer Schule Ärger verursacht und wird nun strafversetzt. In London soll sie eine Metallkapsel beaufsichtigen und sich melden, falls mal jemand da rauskommen sollte... Chevie langweilt sich nun also zu Tode, bis – ja, bis eines Tages tatsächlich jemand aus der Kapsel steigt. Sie findet den 14-jährigen Riley, der geradewegs aus dem Jahr 1898 gekommen ist.

Es beginnt eine Hetzjagd nach einem gefährlichen Mörder, der auch Riley auslöschen will und der scheinbar nicht zu besiegen ist.

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Werde ich alt? Das Buch war stellenweise echt blutrünstig für einen Kinder-/Jugendroman.
Man stolpert von einer spannenden Szene in die nächste, wobei die meisten so aussehen, dass Riley und Chevie von jemandem gefesselt oder gefangen gehalten werden. Dabei kommt man kaum dazu, die allzu sehr über die Prämisse nachzudenken, was auch besser ist. Jugendliche FBI-Agenten? Oh, well.

Jedenfalls ist die Geschichte rasant geschrieben und ebenso zu lesen. Und stellenweise humorvoll. Die Bösewichte waren mir allerdings zu eintönig.

Und Zeitreisen... Lange Zeit sah es so aus, als käme man hier ohne Widersprüche klar, aber am Ende passierte es dann doch. Was selbst den besten Autoren regelmäßig passiert. Allerdings habe ich von Artemis Fowl-Schöpfer Eoin Colfer noch nichts gelesen. Ich kann also auch nichts zu eventuellen Parallelen zu der erfolgreichen Reihe sagen, die bereits von anderen bemängelt worden sind.

Noch was dazu, dass es sich hier um den Auftakt zu einer Reihe handelt: Der Quantenzauberer kann man getrost als Standalone lesen. Nur der kurze Epilog bereitet die Handlung von Band 2 vor. Ich habe nicht vor, die restlichen Bücher zu lesen, aber dieser erste Band war ganz unterhaltsam, wenn auch mit Macken. Wird sicher nicht lange bei mir hängen bleiben.

Für wen ist das Buch?

Definitiv für jüngeres Publikum, aber ich würde empfehlen, das nicht an Kinder im Grundschulalter weiterzugeben. Die Zeitsprünge, die technischen Details und die kruden Gewaltszenen sind eher etwas viel. Der Loewe-Verlag empfiehlt den Roman ab 14 Jahren.

Buch auf Leseliste setzen

1 Kommentar:

  1. Jugendliche FBI-Agenten? Sowas finde ich auch immer seltsam. Ich hätte mal in "Legend" von Marie Lu hineingelesen und bin gleich am Anfang wieder davon abgeschreckt worden, dass von den 15jährigen Hauptfiguren einer der gefürchtetste Kriminelle seiner Zeit und die andere eine Elite-Agentin ist ...
    Ich schätze aber, dass einen sowas als Jugendliche weniger stört beim Lesen.

    Von Colfer habe ich bis jetzt auch noch nichts gelesen, wobei ich finde, dass dieser Roman rein von der Beschreibung her schon recht ähnlich klingt wie "Artemis Fowl".

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