Freitag, 31. Januar 2014

Lesenacht!

Gerade bei Hannah habe ich gerade gelesen, dass seit 19:30 Uhr auf Kathleens Bücherwelt eine Lesenacht veranstaltet wird. Ich habe zwar nur wenige Stunden Zeit und bin hundemüde, aber ein Buch habe ich ja, also steige ich spontan ein!

Kathleen gibt ein paar Fragen vor, die die Teilnehmer beantworten können. Ich werde diesen Post später bearbeiten, falls ich die nächsten Fragen noch mitkriege.
Dann mal los:

Verlockung
20:29 Startschuss

Welches Buch lest ihr? 
Verlockung von János Székely (Start auf Seite 382 von 808)

Wie alt seid ihr?
22

Edit 21:17
Auf welcher Seite seid ihr gerade?
Seite 422, habe aber auch erst um halb neun angefangen.

Welche Genres lest ihr gerne?
Science Fiction, Fantasy, historische Romane, mittelalterliche Epik, ... Moment, einfacher ist zu sagen, was ich weniger mag: Romantisches und Krimis.

Edit 22:09
Wie gefällt euch euer Buch?
Es ist sehr gut lesbar und interessant. Wohl mein erster Roman über Ungarn.

Poste ein Foto von deinem Bücherregal.
Ui. Ich versuch mal, alles auf's Bild zu bekommen...

Edit 23:08
Wie gefällt euch das Buchcover eures Buches?
Nicht besonders ansprechend. Ich mag einfach keine Menschen auf meinen Büchern... Immerhin ist es kein Foto. Das kann ich echt nicht ab. Ich glaube ich besitze kein Buch mit einem Foto von einem Menschen als Cover.

Zur welcher Tageszeit lest ihr am liebsten?
Jederzeit! Morgens stehe ich manchmal extra dafür auf ;) Am Abend hat man natürlich den Vorteil, dass der Alltag abgehakt ist und man weniger abgelenkt wird. Mittags ist bei mir eigentlich immer zu viel zu tun.

Edit 23:30
So, ich mach Schluss für heute. Mein Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf Seite 512 bin ich angelangt. Noch zwei solche Lesenächte und ich wäre durch mit dem Buch ;)
Allen hartgesottenen Nachteulen noch viel Lesevergnügen!

Mittwoch, 29. Januar 2014

Buchverfilmungschallenge. World War Z (Film)

Es ist schon etwas länger her, dass ich das Hörbuch von World War Z zerrissen rezensiert hatte. Nun also habe ich mir auch den gleichnamigen Film angeschaut.

Von einer Verfilmung zu sprechen wäre nicht ganz richtig. Im Buch wird ein Beamter quer durch die Welt geschickt, um nach einem Zombiekrieg für Aufklärung zu sorgen, indem er Überlebende und Teilhabende interviewt. Der Roman besteht aus den Interviews und hat somit einen pseudodokumentarischen Charakter.
Der Film folgt einem ungekämmten Brad Pitt, ehemaliger UN-Mitarbeiter, ebenfalls quer durch die Welt, aber mitten im Zombiekrieg (oder mehr etwas, das nach Zombieapokalpse aussieht), und seinen Versuchen herauszufinden, wie das Zombievirus beschaffen ist, um dann ein Gegenmittel zu finden.

Was hatte ich erwartet? Ich bin kein Fan von Actionfilmen und Blockbuster à la Roland Emmerich sind auch schon lange nicht mehr mein Repertoire. Mir war also klar, dass es hier keinen Schatz zu heben gibt. Aber durch meine Liebe zu Shaun of the Dead bin ich wohl ohne es zu merken zu der Überzeugung gekommen, dass Zombies lustig sind, bzw. es sein sollten. Sie sind schließlich wie fast unsterbliche Lemminge.
In World War Z habe ich genau einmal gelacht: In den ersten 30 Minuten steigt von einem Hochhaus ein Helikopter auf, auf den sich die Zombies gerade stürzen wollten. Als er wegfliegt, hüpfen die Zombies einfach allesamt hinterher in den Abgrund. Meiner Meinung nach wäre das eine super Strategie gewesen, um die Viecher loszuwerden.



Aber dann hätte Brad Pitt ja kaum etwas zu tun gehabt, nicht wahr? Statt dessen also sehen wir einer äußerst unglaubwürdigen Jagd rund um den Erdball zu, bei der es keine Verschnaufpause (ja, nicht mal ne Pinkelpause – armer Brad) gibt. Das Auge kommt vor lauter Zombiemassen nicht zur Ruhe, oft kann man kaum noch erkennen, was überhaupt genau passiert. Das ist scheinbar die Strategie des Films, der aber sonst wohl genauso das FSK16-Zertifikat bekommen hätte.
Zudem wurden meine Ohren gemartert: Auf der Blu-Ray, die ich ausgeliehen habe, waren die Dialoge extrem leise und die Action extrem dröhnend und laut. Ich musste die ganze Zeit an der Lautstärke rumregeln, um die Nachbarn nicht gegen mich aufzubringen. Vielleicht hat man da mit der DVD mehr Glück, aber von der Blu-Ray rate ich ab.

Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, jemandem beim Zocken zuzuschauen. Die Sets sind öfters aufgebaut wie in einem Computerspiel: Man kämpft sich durch eine labyrinthartige Umgebungen, vorbei an geschickt positionierten Gegnern.
Irritierend war aber vor allem, dass die Zombies extrem schnell laufen konnten. Echt mal, seit wann schlurfen die nicht mehr? Selbst in der Vorlage war die Schwachstelle der Zombies ihre langsame Fortbewegung (okay, und ihr geringer IQ).

Was ich dem Film zugute halten muss, ist die Einführung einer starken Frauenfigur. Eine israelische Soldatin, über die ich leider nicht mehr sagen kann.

Ich habe mich während des Films nicht gelangweilt, aber die extremen Übertreibungen mit Lautstärke, körperlichen Fähigkeiten der Protagonisten und Ereignissen haben verhindert, dass ich wirklich in den Film eingetaucht bin. Ein schnell vergessener Film, der nichts Besonderes zu bieten hatte.

Montag, 27. Januar 2014

Kleine Naturkunde (2)


Bei einem so trostlosen Winter wie diesem machen nicht mal die Spaziergänge richtig Spaß. Alles ist irgendwie grau, oder gar schmutzig-grün, und am Ende sind Schuhe und Hose voller Matsch.
Wo ist der Schnee, das einzig Gute am Winter, geblieben?

Ich kann es euch genau sagen. Denn ich habe Schneebälle gefunden.

Mitten in dem öden grau waren rosa Kleckse zu sehen. Denen bin ich gefolgt et voilà: Schneebälle.
So heißen die Sträucher mit den schönen Blüten, die dankenswerterweise mitten im Winter blühen. Okay, laut baumkunde.de sollte erst im März die Blüte beginnen, aber bei dem Wetter... Mit dran schnuppern war leider nichts, meine Nase ist etwas verschnupft. Auf einen anderen Sinn sollte man sich nicht verlassen, Schnebälle sind für Menschen scheinbar giftig. Also nicht dran knabbern ;)
Ansonsten scheinen sie recht pflegeleicht zu sein; wer ohne Kinder, aber mit Garten lebt, kann diese den Winterblues vertreibenden, natürlichen Stimmungsaufheller bestimmt gut einpflanzen. Im Sommer tragen sie große grün bis rote Blätter, echt toll.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Rezension. Mrs. Dalloway von Virginia Woolf

Ich lese gerne 'wichtige' Romane, um selbst herauszufinden, warum sie wichtig sind. Seine Berühmtheit war tatsächlich der einzige Grund, warum ich den Roman Mrs. Dalloway lesen wollte. Gut, Virginia Woolf hat mich auch schon lange fasziniert, aber mehr wegen des bewegenden Abschiedsbriefs an ihren Mann. Sie beging Selbstmord in einer depressiven Phase (wahrscheinlich war sie manisch depressiv):
Dearest, I feel certain that I am going mad again. I feel we can't go through another of those terrible times. And I shan't recover this time. I begin to hear voices, and I can't concentrate. So I am doing what seems the best thing to do. You have given me the greatest possible happiness. You have been in every way all that anyone could be. I don't think two people could have been happier 'til this terrible disease came. I can't fight any longer. I know that I am spoiling your life, that without me you could work. And you will I know. You see I can't even write this properly. I can't read. What I want to say is I owe all the happiness of my life to you. You have been entirely patient with me and incredibly good. I want to say that—everybody knows it. If anybody could have saved me it would have been you. Everything has gone from me but the certainty of your goodness. I can't go on spoiling your life any longer. I don't think two people could have been happier than we have been. V.

Das war 1941. Mrs Dalloway erschien 1925 und zeigt nach Woolfs eigenen Angaben die Weltsicht des Gesunden und des Geisteskranken Seite an Seite (Tagebuch 14.10.1922).
Mrs. Dalloway ist eine gesellschaftlich hoch stehende Dame, die an einem Tag im Juni eine Abendgesellschaft vorbereitet. Am Morgen fährt sie Blumen kaufen. So beginnt der Roman.


Es ist schwer, von der Handlung zu berichten, denn die Geschichte steht nicht im Mittelpunkt und es wird nicht stringent erzählt. Vor allem wechselt die Perspektive ständig und unmerklich. So spaziert an besagtem Morgen auch ein gewisser Septimus Warren Smith mit seiner Frau durch die Stadt, dessen Gedanken dann verfolgt werden, bevor auf seiner Frau gewechselt wird, dann auf die Blumenhändlerin und zurück auf Clarissa Dalloway.
So geht das den ganzen Roman über. Am Anfang war ich mehr als verwirrt, nach einer Weile hatte ich allerdings den Dreh raus.

Gegenpunkt zu Mrs. Dalloway ist besagter Septimus. Er ist Kriegsveteran aus dem Ersten Weltkrieg und durch seine Erlebnisse tief verstört. Klang für mich nach posttraumatischem Stress, aber den Begriff gab es damals noch nicht.
Septimus ist jeden Gefühls unfähig, aber in der Natur fühlt er sich unglaublich wohl, jede Sekunde ist voller Glück. Die Nervenärzte, die seine Frau ruft, machen ihn allerdings nervös. In ihnen sieht er all das Böse im Menschen.
Seine Visionen und Wahrnehmungen werden sehr eindrücklich geschildert. Was sagt es über mich, dass mir Septimus die liebste Figur des Buches war? All die anderen Figuren, die "Normalen", sind so kalt und öberflächlich; der Smalltalk und die Missgunst füreinander machten sie mir unsympathisch. Dennoch denke ich, dass Virginia Woolf eine treffende Skizze der damaligen Gesellschaft gelungen ist. Und das ist das wahrhaft Irre daran. Diese privilegierten Menschen sind alle zutiefst unglücklich; sie trauern verpassten Gelegenheiten und unglücklichen Beziehungen nach, haben ihre alten Freunde verloren und sind eigentlich alle auf sich gestellt. Sie müssen mit dem Leben klarkommen, dass sie sich erbaut haben.

Es war ein sehr schwer zu lesender Roman und ich kann nicht sagen, dass ich Spaß hatte. Allerdings lag ich auch krank im Bett und hätte vielleicht zu etwas einfacherem wechseln sollen; nur meine Sturheit hat mich davon abgehalten.
Aber Mrs. Dalloway war in seiner Form anders als alles, was ich kenne - nur dem Ulysses gleicht Woolfs Erzählton gewissermaßen. Wer eine Herausforderung zu schätzen weiß, dem wird Mrs. Dalloway gefallen.

Montag, 20. Januar 2014

Kleine Naturkunde (1)

Am Samstag konnte ich bei vergleichsweise schönem Wetter meine erste kleine Naturbegehung - auf unserem Campus - machen. Es war leider nur eine kleine Runde um unseren Unisee, aber sehr intensiv. Das erste Mal habe ich Pflanzen betrachtet und mich gefragt, wie sie heißen und ob sie hier heimisch sind. Dadurch ist mir auch aufgefallen, an welchen Stellen dieselben Arten zu finden sind.

Mitten auf der Wiese habe ich einige Pilze gefunden. Nach einiger Zeit musste ich aber den Versuch, sie zuzuordnen, aufgeben. Ich konnte leider keine Internetseite finden, bei der man systematisch Pilzarten identifizieren kann.

Stattdessen begnüge ich mich für dieses Mal mit einem einfachen Blatt. Der ganze Park ist voll davon. Es hat im Winter keinen Zweck, den Baum selbst abzulichten, ist ja alles kahl.
Jedenfalls habe ich mich hier davon überzeugen können, dass es sich um das Blatt einer Eiche handelt, wahrscheinlich Sumpfeiche. Deutscher ging's kaum, sollte man meinen, aber die Sumpfeiche kommt aus Nordamerika. Tja, in Mitteleuropa ein typischer Parkbaum, wie man lesen kann
Ich lag schon oft im Sommer im Schatten einer Quercus palustris. Die Plätze dort sind sehr begehrt, sobald die Sonne rauskommt. Im Mai wird er blühen, dann mach ich auch ein Foto, auch wenn die Blüten eher unauffällig sind. Hauptsache Blätter dran ;)

Donnerstag, 16. Januar 2014

Buchverfilmungschallenge. High Fidelity (Film)

Es wird mal wieder Zeit für einen Beitrag zur Buchverfilmungschallenge!
High Fidelity hatte ich im letzten Dezember rezensiert; die Inhaltsangabe lässt sich einfach übernehmen.

Der Unterschied besteht vor allem - neben kleinen Detailänderungen - darin, dass zwei Skaterboys auftauchen, die es im Buch gar nicht gab. Um nicht zu spoilern, sag ich aber nicht, wozu die da sind ;)
Da sind die Details eigentlich doch interessanter: In meiner Rezension sagte ich, Hornbys Romane seien für Männer geschrieben und würden dann "für ein weibliches Publikum zurecht gestutzt verfilmt". Man sollte vielleicht auch hinzufügen: für ein amerikanischeres Publikum. Da fallen besoffene arbeitslose Iren schon mal direkt aus dem Programm, und das Setting wird so nichtssagend, dass es auch eine amerikanische Stadt sein könnte, in der die Geschichte spielt. Viel London ist hier nicht mehr übrig.

Da mir der Film sehr gut gefallen hat, möchte ich mich aber auf seine Stärken konzentrieren. Der Erzählton des Romans wurde perfekt übernommen: Im Film durchbricht John Cusack  als Erzähler und gleichzeitige Hauptfigur regelmäßig die vierte Wand, spricht zum Publikum und kommentiert das Geschehen (wie bei Ferris macht blau, wenn das noch jemandem was sagt). Ich mochte dieses lockere Erzählen sehr und bewundere, wie Cusack seine Rolle ausfüllt.

Auch die anderen Rollen sind gut besetzt. Jack Black brilliert als misanthropischer Arbeitskollege (allerdings ist er nicht halb so schlimm wie im Buch) und Iben Hjejle als Laura hat mich auch überzeugt, wenn auch ihre Frisur unmöglich war. Catherine Zeta-Jones spielt die enigmatische Charlie, Robs Exfreundin und so eine Art Sodom und Gomorrha für seine Selbstwahrnehmung. Ihr Auftritt ist kurz, aber intensiv, aber das beste ist, dass ihre Figur ein oberflächliches, versnobtes Weibsstück ist. Fantastisch.
Mehr Screentime hätte ich mir für Lisa Bonet gewünscht, die die Sängerin Marie LaSalle sehr gelöst und einfühlsam spielt. So ist High Fidelity mit einem Mix aus großen und kleineren Namen ein bunter Cast gelungen.

Der Film ist insgesamt weniger tiefgründig als seine Vorlage und legt mehr Wert darauf, die leichtfüßigen Sprüche über Popmusik und Männer- und Frauen-Eigenheiten zu übernehmen als die Gedanken zu Vergänglichkeit und Midlife-Crisis. Er endet auch auf einer deutlich helleren Note als der Roman. Die Anspielungen auf britische Popikonen fallen (leider, aber verständlich) raus.

Man kann also sagen, der Film ist die 'entbritisierte' Version des Romans - die Abende im Pub werden gegen mehr Stunden im Plattenladen oder in uniformen Cafés ausgetauscht. Ich kann dennoch beide Varianten empfehlen, auch hintereinander. Selbst hatte ich erst den Film gesehen und hatte trotzdem mindestens genauso viel Spaß mit dem Buch, wenn nicht sogar noch mehr, weil die englische Stimmung halt nun mal dichter war.


High Fidelity
GB/US 2000 

Komödie
Regie: Stephen Frears
Laufzeit 113 Minuten
FSK 12

Sonntag, 12. Januar 2014

Challenge. Naturkunde für Anfänger

Als Kind war ich oft im Wald unterwegs. Ich habe Holz und Steine gesammelt, Hütten und Staudämme gebaut und Vogelgeräusche nachgeahmt. Mein Opa hat mir auch einige Pflanzen- und Vogelnamen beigebracht.
Mit dem Erwachsenwerden ist meine Zeit in der Natur immer knapper geworden. Geblieben ist das Verlangen nach frischer Luft und natürlichen Geräuschen um mich von Zeit zu Zeit. Der Wunsch, öfter mal einfach nur rauszugehen, hat sich bisher nicht so sehr festgesetzt, dass ich ihn verwirklicht hätte, aber vor Kurzem bin ich über einen Blogbeitrag gestolpert, der mich zu einer persönlichen Challenge inspiriert hat.

Eva von A Striped Armchair schrieb eine Rezension für "Naming Nature" von Mary Blocksma. Mary Blocksma hat ein Jahr in einer Waldhütte verbracht und jeden Tag gelernt, eine Planzen- oder Tierart zu identifizieren. Das hat mich fasziniert, denn es spricht auf mehrere Arten meinen Mangel an Natur an.
Ich kann ja nicht mal alle meine Zimmerpflanzen einwandfrei zuordnen, und das fuchst mich.
Jeden Tag ein Lebewesen 'kennenzulernen' erscheint mir für jemanden, der ein Studium abschließen will, etwas viel, aber eine Art die Woche...



Ich will keine Fährtenleserin werden, sondern einfach Flora und Fauna meiner Umgebung besser kennen lernen.
Mein Wunsch ist, jede Woche einen Spaziergang zu machen und davon ein Blatt, eine Frucht oder ein Foto von etwas Lebendigem mitzubringen, um dann herauszufinden, um was es sich genau handelt.
Meine Fortschritte will ich im Blog festhalten.

Freitag, 10. Januar 2014

Eilmeldung. Haruki Murakami im Radio

Am 12. Januar wird Haruki Murakami 65 Jahre alt und zu diesem Anlass kann man gleich zwei seiner Werke im Radio hören.


Untergrundkrieg: Der Anschlag von Tokyo (German Edition)


WDR3 sendet am 11.1 ab 15.05 Uhr eine Hörspielfassung von Untergrundkrieg, ein Sachbuch über den Giftgas-Anschlag auf die Tokyoter U-Bahn in den Neunzigern {ein bisschen Geschichte}.



Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki


In NDR Kultur ist in der Sendung "Am Morgen vorgelesen" (Mo-Fr, 8.30-9.00 Uhr) in den nächsten zwei Wochen eine zehnteilige Lesung von Murakamis neuem Roman Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki zu hören. Es liest Wanja Mues. Wer gerne länger schläft: Die Sendung ist immer noch 24 Stunden lang über's Internet nachhörbar.

Dienstag, 7. Januar 2014

Rezension. Das entschwundene Land von Astrid Lindgren

Dieses kleine Büchlein - das einzige, das Astrid Lindgren für Erwachsene geschrieben hat - besteht aus verschiedenen mehr oder minder unabhängigen Textteilen, die sich mit Astrid Lindgrens Familiengeschichte und -leben und mit dem Schreiben befassen. Von dem Titelbild sollte man sich im Übrigen nicht verwirren lassen: Auch wenn die Pippi Langstrumpf-Darstellerin noch so niedlich war, geht es in diesem Buch nicht um sie oder ihr papiernes Vorbild.

Am Anfang steht eine Erzählung von der Begebenheit, wie sich die Eltern von Astrid Lindgren kennen lernten und schließlich, nach Jahren des Wartens, heiraten können.
Dieser erste Teil war nicht ganz mein Fall. Die Geschichte schreitet gemächlich vor sich hin und hat für Außenstehende wenig zu bieten. Es ist ein sehr privater Erinnerungstext. Vor allem spürt man die Verehrung der Schriftstellerin für ihre Eltern.

Dann folgt eine Schilderung der Kindheit Astrid Lindgrens. Man merkt, dass hier wirklich eine andere Zeit beschrieben wird, ein Land, das entschwunden ist. Und das ist auch der Schwerpunkt dieses Textes: All die Dinge, die es nicht mehr gibt, den Ochsenkarren, die Landstreicher, Viehmärkte, ... Und nicht wenige Anklänge an Astrid Lindgrens Werk. Diesen Teil fand ich aus zweierlei Gründen sehr schön: Er ist weniger chronologisch, sondern von Astrid Lindgrens eigenen Erinnerungen getrieben und sozusagen 'wild'. Die Vorstellung, in einer bäuerlichen Welt aufzuwachsen, die dann so vollständig verschwindet, ist schon traurig und der Text wird auch manchmal ein bisschen melancholisch. Aber die Autorin lässt diese Welt in ihrem Text wiederauferstehen, man kann die Waldblumen riechen und sieht die Höfe praktisch vor sich.

Erst dann kommt man zum Herzstück des Buches: Astrid Lindgren berichtet mit Feuereifer von ihren ersten Leseerlebnisse. Da wechselt der Erzählton in wahre Begeisterung. Astrid Lindgren zeigt, woher ihre Ideen kamen, was das Lesen sie geprägt und beglückt hat und auch, wie wichtig es ist, dass man seinen Kindern "den Weg zum Buch" weist.
In dem Duft der Druckerschwärze wohnt das grenzenloseste aller Abenteuer. (S.98)
Dadurch wurde das Büchlein zu einem echten Schatz für mich. Von Pippi Langstrumpf war ich, leider erst vor wenigen Jahren, absolut begeistert und Astrid Lindgren (ich muss sie einfach immer beim ganzen Namen nennen, sonst geht es nicht) hat mit der zweiten Hälfte dieses Buches einen schönen, kurzweiligen Text über das Geschenk der Bücher für Lesende und Schreibende verfasst, den ich allen Autoren und Leseratten ans Herz lege. Astrid Lindgren ist bescheiden und benutzt die ihr eigene klare, einfache Sprache (wozu sie auch so einiges zu sagen hat). Ein schnell gelesener, fast perfekter Lindgren-Zusatz, ein Erinnerungsbuch und Plädoyer für ein Leben mit Büchern.

Astrid Lindgren: Das entschwundene Land
dtv 2004 (ISBN13: 9783423205757)
126 Seiten

Sonntag, 5. Januar 2014

Alles neu (3). SuBKultur

Ich liebe Listen und Statistiken! Zahlen sind schön und helfen, objektiv zu sein bei der Beurteilung, ob man noch das tut, was man tun wollte/sollte. Darum möchte ich alle paar Monate einen zahlenreichen Rückblick halten.
Aber warum SuBKultur?
Zuerst mal liebe ich Wortspielereien!
Und dann ist mein Leseziele des Jahres neben dem Einhalten der Obergrenze von 52 Büchern auch ein möglichst großer SuB-Abbau.
Mein SuB wächst mir praktisch ohne mein Zutun dank eines sehr spendablen Nachbarn über den Kopf (über 200 Bücher!). Da sind Titel, die mir sonst nie begegnet wären, darum bin ich sehr dankbar für diese Bereicherung. Gerade lese ich Das entschwundene Land von Astrid Lindgren, wovon ich nie gehört hatte.

Ideell gesprochen möchte ich natürlich nicht versäumen, auch andere Bücher kennen zu lernen und hier und da einen alten Liebling noch mal zu lesen. Außerdem werde ich für die Uni viele Fachtexte und Bücher lesen müssen, die ich hier allerdings nur dann zähle, wenn ich sie komplett durchgelesen habe.

Gerade deshalb finde ich es sinnvoll, ab und zu innezuhalten, um über die Bücher, die auf meinen Regalen wohnen, nachzudenken, über die ungelesenen, die geliebten, und die ganzen anderen, auf die ich vielleicht gerade einfach Lust habe.

Ich möchte mir noch ein bisschen Luft lassen, was SuBKultur angeht. Interessant fände ich zum Beispiel auch, wie so eine Bibliothek des eigenen Lebens mit der Zeit wächst, welche Bücher verschütt gehen und welche man sich nie anschafft, obwohl sie einen reizen. So was halt.

Samstag, 4. Januar 2014

Alles neu (2). Begleittext Januar

Dieses Jahr versuche ich, wie angekündigt, weniger lesen. Nichtsdestotrotz gilt es, dem SuB zu Leibe zu rücken. Nicht alle Bücher, die ich in diesem Jahr lesen will, stammen aus meinem Eigenbestand; dazu liebe ich meine Bibliotheken viel zu sehr!

In den letzten Jahren hatte ich mir immer im Januar ein Regal aus um die 30 Bücher zusammengestellt, das ich über das ganze Jahr abzuarbeiten versuchte. Weil das doch ganz schön einengt, möchte ich jetzt auf monatliche Lesepläne umsatteln. Dabei versuche ich, folgende Grundsätze zu erfüllen:
  • SuB abbauen, aber auch Bibliotheken unterstützen
  • Meine Challenges schaffen
  • Dieses Jahr insgesamt maximal 52 Bücher lesen






Mich werden also jeweils zwischen 4-5 Bücher durch den Monat begleiten. Voilà die Kategorie "Begleittext"!




Damit das Ganze nicht zu voraussehbar wird und der Langzeit-SuB nicht in alle Ewigkeit vor sich hin vegetiert, möchte ich bei den monatlichen Random Reads von imlovingbooks mitmachen. Die Idee ist supercool: Lies jeden Monat ein Buch, das du blind aus dem Regal gegriffen hast.

Damit steht mein Plan für Januar fest, mein persönlicher "Begleittext" für diesen Monat. Folgende Bücher habe ich mir vorgenommen:


The Hunger Games
Verlockung
Der König auf Camelot, Bd. 1, Das Schwert im Stein
Mrs Dalloway
Das entschwundene Land










  • Endlich möchte ich mit Hunger Games anfangen, damit ich mir die Filme anschauen kann, was ich bisher aufgeschoben habe. Das werde ich ausleihen müssen, aber im Moment sind alle 6 (!) Exemplare aus. Sobald ich rankomme, wird das gelesen, könnte aber Februar werden ;D
  • In einer Leserunde auf Goodreads wird Mrs. Dalloway gelesen und das nutze ich, um ein bisschen Bildung nachzuholen ;)
  • Noch mal Goodreads: Ich konnte bei der Möglichkeit, mich noch mal in das Hörbuch von Der König auf Camelot zu versenken nicht widerstehen! Im Januar also Teil 1: Das Schwert im Stein, gelesen von Jochen Malmsheimer.
  • Das entschwundene Land ist eine Biographie von Astrid Lindgren über ihre Eltern. Es stand unbeachtet in meinem Regal, ich weiß nicht warum. Die Beschreibung klingt echt süß.
  • Für meinen ersten Random Read habe ich random.org bemüht, denn das "Blind ins Regal greifen" ist bei 200 ungelesenen Büchern, die ich höchstselbst nach eigenem System geordnet habe, eher weniger zufällig. (Ich habe für alle meine ungelesenen Bücher, die ich nicht für Challenges einzusetzen gedenke (die ich also sowieso in diesem Jahr lesen werde), bei Goodreads extra ein Regal erstellt. Die dortige Nummerierung gilt für die Ziehung des Random Read.) Die Wahl fiel prompt auf den 800-Seiten-Roman Verlockung. Ich bin gespannt, Dennis Scheck hatte das mal (irgendwann 2006) empfohlen, wie ich jetzt bei einer kurzen Recherche herausgefunden habe. Und wir haben meist einen ähnlichen Geschmack. So bewährt sich direkt der Random Reads Slogan "In honor of the books who always get picked last", denn diesen Trümmer schiebe ich schon ewig vor mir her.

Freitag, 3. Januar 2014

Alles neu (1). Willkommen, bienvenue, welcome und alljährlicher Tolkien-Toast

Zurück aus meiner kleinen Pause fühle mich direkt wieder heimisch an meinem Dashboard ;)
Hoffentlich hattet ihr schöne Feiertage und einen guten Rutsch! Wir haben mit Freunden gefeiert und mangels eigener Geschosse wenigstens deren Geräusche imitiert - so waren wir mindestens genauso laut ;)

Der Salon erstrahlt jetzt in neuem Gewand, denn ich habe die Pause für eine Umgestaltung genutzt. Die Challenges-Seite ist auf den aktuellen Stand gebracht und mein Heimischer SuB ebenfalls. Sollten Anomalien auftreten oder die Farben bei euch unmöglich aussehen (ich teste niemals am Internet Exploder), dann meldet euch einfach. Ich nehme Kritik dankend an und bastele gerne an HTML & Co., bis alles sitzt.

In diesem Jahr habe ich einige Änderungen geplant. Weil es aber zu viel auf einmal wäre, mache ich bis Sonntag einen kleinen Postmarathon, in dem ich zwei neue Features – täglich eins – vorstelle. Das gibt mir auch Gelegenheit, alles selbst noch mal in Ruhe auszuprobieren und zu überdenken ;)

Ich bin bereit für 2014, ihr auch? Aber bevor ich heute Schluss mache, möchte ich einen Toast auf das heutige Geburtstagskind ausbringen:

The Professor!
Den Tolkien Toast mache ich schon seit einigen Jahren mit. Man trägt sich mit seinem Toast und dem Getränk seiner Wahl in die Liste der Tolien Society ein und los geht's. Einige halten ihre teils beeindruckenden Toasts mit der Kamera fest (Tipp: Youtube anwerfen und nach "Tolkien Toast" suchen), andere feiern mit Freunden. Ich spreche nur ganz bescheiden zur rechten Zeit (neun Uhr am Abend) meinen Toast auf den Professor aus, nippe an einem Tee oder Wein oder Kakao und blättere ein bisschen im Herr der Ringe. Und dann sortiere ich weiter mein Bücherregal oder fröne anderen Leseratten-Aktivitäten. Es ist einfach ein schöner Art, das Jahr zu beginnen und zu wissen, dass es auf der ganzen Welt Menschen gibt, die dasselbe tun.
Allen einen fetzigen Start ins neue Jahr!