Sonntag, 10. November 2013

Book Playlist Challenge Day 1: Favourite book with a rebel character (Punk)

Hinter dieser Aufgabe steht der Vermerk "Punk". Ich finde, wer Punk sein will, muss absolut nihilistisch sein. Einem Punk muss alles egal sein, sonst ist er kein Punk mehr.

Also eignet sich für diese Aufgabe ein Protagonist (oder Antagonist), der zum Beisüpiel gerade sein ganzes altes Leben hinter sich gelassen hat oder à la "Fänger im Roggen" einfach jung ist und auf alles 'scheißt'.

Der StrandEin Buch, dass ich auch nach dem zweiten Lesen noch faszinierend finde und dessen Hauptfigur auf die obige Beschreibung passt, ist "Der Strand".
Diejenigen, die den Film gesehen haben, bitte ich, diesen zu vergessen: Lest das Buch, Leute! Die Story ist klasse und außerdem nicht identsich mit der des Films.

In "Der Strand" erzählt ein Typ, der sich Richard nennt, aber keinen Anspruch darauf erhebt, wirklich so zu heißen, wie er das Paradies suchte und die Hölle fand. Als junger Kerl (vielleicht Anfang 20, ich weiß nicht mehr) bereist er als Rucksacktourist die Welt (vor allem Südostasien) und meldet sich selten zuhause. Drogen, Frauen und der Nervenkitzel des Verbotenen treiben ihn an.
An den Strand, der von einer Gruppe Individualisten bewohnt wird, kommt er mithilfe einer Karte. Doch auch dort findet er keinen Anschluss an den Rest der Gruppe, was ihm aber auch egal zu sein scheint. Die Aggressionen innerhalb der Gruppe stauen sich auf, bis die Situation in einer Art Mikroapokalypse eskaliert.
Natürlich bleibt Richard nicht kalt gegenüber all den Dingen, die er auf der Insel erlebt, er ist kein Roboter. Aber er strahlt doch eine Distanz aus, die wohl nötig ist, wenn man nach solchen Erlebnissen, wie sie in "Der Strand" geschildert werden, ein normales Leben führen will.

So rebelliert Richard zu Beginn des Buches gegen den langweiligen Alltag, will sich nicht in das Leben fügen, dass von ihm erwartet wird (Job, Familie, Haus etc.). Am Strand aber kann er sich auch nicht in die Gruppe einfügen, will sich nicht den dortigen Regeln beugen. Dabei halten sich pure Rebellion und Widerstand gegen Missstände die Waage. Am Ende haben ihn die Erlebnisse so sehr gezeichnet, dass ihm nur der Wunsch bleibt, ein möglichst normales Leben zu führen. Ob es ihm gelingt? Daran scheint er selbst zu zweifeln.

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