Sonntag, 22. April 2012

James Joyce.Ulysses

Jetzt ist es schon einige Wochen her, dass ich den Ulysses gelesen habe, und doch geht mir das Buch nicht aus dem Kopf. Es begegnet einem auch ständig wieder, wie das bei fundamentaler Literatur halt so ist. Insofern kann man Ulysses nur empfehlen.

Bevor ich weiter blubbere: Ich hatte schon mal eine Art Zwischenbilanz gepostet.

Weiter im Text: In jedem Kapitel wird der Leser mit einer neuen Schreibe konfrontiert. Das ist anregend und anstrengend zugleich. Aber früher oder später ist mal für jeden was dabei. Ich fand es ab und zu schwer einzuordnen, wer gerade spricht. Auch die extrem unterschiedlich langen 'Kapitel' (man kann es kaum so nennen) haben mir teils zugesetzt. Wahrscheinlich habe ich nur einen winzigen Bruchteil von dem mitbekommen, was in dem Buch steckt. Aber genau so wollte es Joyce ja, man soll sich ewig damit beschäftigen können. Auch von dieser Warte muss man sagen: Hut ab, Joyce, du bist deinem Anspruch gerecht geworden!

Also, machen wir's kurz (denn ansonsten bliebe nur die ausführliche Variante, und die ist praktisch nicht ausführbar): Das war bestimmt das anstrengendste Buch meiner bisherigen Leselaufbahn, aber es hat sich gelohnt. Wenn ich mich davon erholt habe (in 10 Jahren vielleicht), kann ich ja einen neuen Versuch starten. Irgendwie freue ich mich darauf.


Tipp: Unterstützung beim Lesen findet man auch in dem Mitschnitt eines Vortrags der Ringvorlesung "Romane des 20. Jahrhunderts" an der Uni Kiel. Dort hat Walter Rix am 11.11.2003 einen Vortrag zum Ulysses gehalten und dabei auch einiges über den Autor erzählt. Die Unterlagen und das Video findet man hier.