Donnerstag, 15. März 2012

Welttag des Buches. Und so.


Nach einer langen Durststrecke bin ich wieder da (erst mal). Im Februar bin ich auf der Berlinale gewesen, was *hier das ein unbeschreibliches Erlebnis beschreibendes Adjektiv deines Vertrauens einfügen* war, danach war ich total geschlaucht (so für eine Woche), dann wollte ich was schreiben, aber schon wieder hielt mich das Kino davon ab (Dame König As Spion). Und dann musste ich arbeiten. Jetzt zwar auch noch, aber ab und zu bleibt noch ein wenig Energie übrig. So wie jetzt.
Aber zum Thema: Ich bin Lesefreund! Das heißt, ich nehme an einer wie ich finde exorbitant interessanten Aktion der Stiftung Lesen zum Welttag des Buches teil. Aus 25 Romanen habe ich Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ ausgesucht. 30 Exemplare davon werden Mitte nächsten Monats in meiner liebsten Buchhandlung darauf warten, dass ich sie verschenke. Wenn das keine super Idee ist! Wer will nicht gern seine Freude am Lesen weitergeben? Und wer liebt es nicht, Geschenke zu machen?

5 Ideen, wohin man 30 Bücher verschenken kann:

  • Man kann lokale Schulen und Bibliotheken fragen, ob sie Verwendung für ein Exemplar hätten
  • In meiner Nachbarschaft geht es typisch städterisch zu Wege: Jeder bleibt für sich. Mit diesem papierenen Präsentkorb könnte man seine Nachbarn mal besser kennen lernen.
  • Was ist mit den Menschen, denen wir oft über den Weg laufen, ohne sie recht kennenzulernen, und die doch ohne eine Gegenleistung zu erwarten freundlich zu uns sind? Wie ist es mit dem älteren Herrn aus dem Treppenhaus, der Kassiererin, dem besonders freundlichen Busfahrer?
  • Vielleicht kann man auch jemand vollkommen Fremdes eine Freude machen, vielleicht jemand, der ein bisschen gestresst aussieht oder traurig
  • Wenn jeder Lesefreund einem anderen eins seiner Bücher schenken würde, hätten die Teilnehmer der Aktion am Ende auch was Neues zu lesen. Wär auch nicht übel...

„Die Vermessung der Welt“ habe ich gewählt, weil ich dieses Buch leicht lesbar finde (kein Beschenkter soll das Buch nach 20 Seiten entnervt weglegen – ein Problem, dass ich bei einigen anderen zur Auswahl stehenden Bücher sehe), weil ich diesen Roman bereits mehrmals gelesen habe und immer wieder Neues an ihm entdecke, weil er unnachahmlich ist. Informativ und unterhaltend, intelligent erzählt und verstrickt, mit einem sehr feinen Humor. Keins dieser extrem grüblerischen Werke, ist dieser Roman federleicht und nachdenklich zugleich. Außerdem fand ich es wichtig, ein deutschsprachiges Werk zu wählen – unsere eigenen Autoren bekommen manchmal zu wenig Aufmerksamkeit, finde ich. Auch wenn das auf Kehlmann nun wirklich nicht (mehr) zutrifft. Nicht von Nachteil ist vielleicht auch der Kinostart der Verfilmung von „Ruhm“ am 22. März, aber daran habe ich bis jetzt noch gar nicht gedacht.

Ich bin sehr gespannt, was aus den 30 Exemplaren werden wird und freue mich auf den Welttag des Buches 2012!

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