Freitag, 4. November 2011

Dickens. Das Jubiläum 2012

Charles Dickens, einer der bedeutendsten britischen Schriftsteller aller Zeiten, wird am 7. Februar 2012 200 Jahre alt. Das ist für mich nicht nur interessant, weil er knapp nach mir Geburtstag hat, sondern gibt auch zu besonderen Festivitäten aller Art Anlass.
Zunächst werden nun (und wurden bereits) viele seiner Werke neu herausgegeben, teils neu übersetzt. Das ist von Zeit zu Zeit eine ganz gute Idee, denn nicht alles, was wir einer Übersetzung entnehmen, gibt den Tenor des Originals wieder, genauso wie auch Nuancen des Originals in der Übersetzung wegfallen können.



Wer einen wirklich interessanten Radiobeitrag zur "Kunst des Übersetzens" hören will (SWR2), bittesehr (und hier zum Nachlesen das Manuskript der Sendung).

Ich habe erst vor kurzem entdeckt, wie frisch sich Dickens lesen lässt (sogar im Original, was ich nun wirklich nicht gedacht hätte). Obwohl ich in London vor einigen Jahren eine schöne Ausgabe von "A Tale of Two Cities" erstanden habe (mit den berühmten Illustrationen von Phiz alias Hablot Knight Browne), bin ich nie über den ersten Satz, der gewaltige Ausmaße hat, hinaus gekommen. Das hat mich ganz schön  abgeschreckt.
Nun höre ich David Copperfield (als kostenloses Librivox-Hörbuch - nebenbei eine exzellente Lesung) und bin hin und weg! So ein unterhaltsames Buch hatte ich niemals erwartet. Und ich habe noch den größten Teil vor mir. Aber davon ein andermal.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich einen Dickens-Roman zuzulegen und loszulegen. 2012 möchte ich auf jeden Fall auch mehr von ihm lesen!

Übrigens kann man im "Penguin Blog" der verlagseigenen Copywriter Managerin bei ihrem ersten Lesekontakt mit Dickens über die Schulter sehen. Auf ihrer literarischen Karte war Dickens bis vor wenigen Monaten ein weißer Fleck; nun verfolgt sie das hehre Ziel, all seine Werke zu lesen und schreibt über ihre Eindrücke.

Also, an alle, denen es ähnlich geht: Keine falsche Scheu und ran an die Wälzer! Es lohnt sich.

{Man sollte sich nur nicht übernehmen und Dickens ein Denkmal setzen: Das hat er testamentarisch untersagt - woran sich natürlich wieder keiner halten will: Hier zwei Artikel aus der FAZ: 1, 2.}

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