Donnerstag, 24. November 2011

Ich habe ja vor kurzem The King's Speech gesehen und darüber geschrieben. Gestern abend kam auf arte eine Doukemntation über König Edward und seinen Bruder George, der die Krone für eine Heirat abgab:

Ich habe den Videocode entfernt, da das Video sowieso nicht mehr abspielbar ist und nur Bandbreite frisst, weil es trotzdem zu laden versucht. Nur noch die Beschreibung der Sendung ist vorhanden.

Mittwoch, 23. November 2011

Ludwig Tieck "Leben und Tod der heiligen Genoveva"

Bei mir geht gerade alles drunter und drüber... Hier nur mein kurzer Eindruck zu Tiecks Genoveva-Bearbeitung:

Leben und Tod der heiligen Genoveva (Gold Collection) (German Edition)Leben und Tod der heiligen Genoveva (Gold Collection) by Johann Ludwig Tieck

My rating: 2 of 5 stars


Ich glaube, Tieck hat sich allzu sehr bei seinem Schüler Maler Müller bedient. Leider wurde aber dem das Plagiat vorgeworfen, denn Tieck veröffentlichte erst seine eigene Bearbeitung und erst Jahre später die Müllers. Im Vergleich ist Müllers Text wesentlich frischer und moderner, fast filmisch, wogegen Tieck sich von den Normen seiner Zeit sehr einengen lässt. Auch bleibt er sehr nah am Legendenstoff (den man bei Gustav Schwab auf wenigen Seiten nachlesen kann) und zeigt wenig Kreativität.



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Sonntag, 13. November 2011

BBC Dokumentation über das Lesen

Gerade bei Bookmania gesehen: Eine ganz nette Dokumentation über die Vorgänge im Gehirn, wenn wir lesen.



Samstag, 5. November 2011

OmmWriter (jetzt auch für Windows)

Gerade entdeckt: Der OmmWriter ist nun doch für Windowsnutzer zu haben. Ürsprünglich nur für Mac, hat es sich zu einem der beliebtesten "distraction free" Schreibprogramme entwickelt. Es liefert ein entspannendes Ambiente mit ätherischer Musik und, wenn man möchte, auch Tastenklängen (Windowsnutzer benötigen dafür den Media Player 10). Wie hier im Video zu sehen:


Introducing OmmWriter Dāna from hs&co on Vimeo.


Wer ein ablenkungsfreies Schreibtool sucht, das auch schön ist, für den ist der OmmWriter das Richtige. Er nimmt auch lächerlich wenig Platz ein.
Ich warte (wohl vergeblich) immer noch sehnsüchtig auf eine Linux-Version...

Freitag, 4. November 2011

Film. The King's Speech (2010)

Diese Woche habe ich "The King's Speech" gesehen und bin ziemlich begeistert. Klar, die Royals werden hier weichgespült und volkfreundlich aufbereitet gezeigt, und eine x-beliebige Rede als Höhepunkt des Films zu wählen ist sicher etwas zu viel Hollywood für die meisten. Aber in diesem Film vereinen sich auch exzellente Schauspieler, ausdrucksstarke Bühnenbilder, eine wunderbare Kameraführung und nicht zuletzt pointierte, nicht zu sehr ausufernde Dialoge. "The King's Speech" ist wesentlich stiller als ich erwartet hätte.

Wichtiger Punkt: Auf Englisch anschauen! Bei Filmen, in denen es um Sprache geht, sollte man immer das Original vorziehen, sofern man der Sprache mächtig ist. Nicht nur geht viel bei der Synchronisierung verloren, sondern das Budget für diese ist immer geringer, sodass die Qualität immer mehr zu wünschen übrig lässt.
Wer zum englischen Original greift, jedoch ein Rat: Besorgt euch was mit Untertiteln; ich bin es durchaus gewöhnt, Filme im Original zu schauen, aber bei diesem Film hatte ich doch Probleme (und mein Mitpublikum ebenfalls, es lag also erwiesenermaßen nicht an ungewaschenen Ohren meinerseits).



Colin Firth gibt den stotternden und dadurch sprachlosen Royal sehr überzeugend - inklusive sich langsam rötendem Gesicht beim angestrengten Sprechen. Dazu kam in dieser Rolle obendrein, dass Firth sich die gesamte Srechweise und Diktion des König George VI. aneignen musste, damit die Originaltonaufnahmen und seine Stimme als die gleiche wahrgenommen werden können.
Auch wunderbar: Geoffrey Rush in der Rolle des liebenswert unkonventionellen Sprachtrainers. Eine an der Realität gemessen wohl eher unglaubwürdige Person, aber seien wir ehrlich: Ohne diesen Lionel Logue wäre der Film sicher nur langweilig gewesen.
Außerdem zu sehen: Helena Bonham-Carter mal relativ seriös als 'Frau an seiner Seite', ein erstaunlicher Winston Churchill verkörpert durch Timothy Spall (u.a. bekannt als "Wurmschwanz" der Harry Potter-Filme) und eine ganz niedliche zukünftige Elizabeth II (interessant: Die Queen selbst hat diese Filmfassung abgesegnet - und ihre Schwester ist ein ganz schön hochnäsiges Kind, gespielt von Ramona Marquez).

Meiner Meinung nach ein sehenswerter Film, der uns Kontinentaleuropäern auch noch ein Stück britischer Geschichte näher bringt. {Ich habe in Cardiff in einem ehemaligen Luftschutzbunker König Georges Radioansprache zur Kriegserklärung Hitlers gehört - als ich sie im Film wiedererkannte, bekam ich eine richtige Gänsehaut. Die langen Pausen waren mir schon in Wales aufgefallen, aber ich wusste nicht, dass die durch das Stottern kamen. Ist doch immer toll, wenn man eigene Erfahrungen in einen größeren Kontext packen kann.}

Update: Gerade bei youtube entdeckt: Eine Dokumentation über George VI von der BBC.

Mehr Info:

Dickens. Das Jubiläum 2012

Charles Dickens, einer der bedeutendsten britischen Schriftsteller aller Zeiten, wird am 7. Februar 2012 200 Jahre alt. Das ist für mich nicht nur interessant, weil er knapp nach mir Geburtstag hat, sondern gibt auch zu besonderen Festivitäten aller Art Anlass.
Zunächst werden nun (und wurden bereits) viele seiner Werke neu herausgegeben, teils neu übersetzt. Das ist von Zeit zu Zeit eine ganz gute Idee, denn nicht alles, was wir einer Übersetzung entnehmen, gibt den Tenor des Originals wieder, genauso wie auch Nuancen des Originals in der Übersetzung wegfallen können.



Wer einen wirklich interessanten Radiobeitrag zur "Kunst des Übersetzens" hören will (SWR2), bittesehr (und hier zum Nachlesen das Manuskript der Sendung).

Ich habe erst vor kurzem entdeckt, wie frisch sich Dickens lesen lässt (sogar im Original, was ich nun wirklich nicht gedacht hätte). Obwohl ich in London vor einigen Jahren eine schöne Ausgabe von "A Tale of Two Cities" erstanden habe (mit den berühmten Illustrationen von Phiz alias Hablot Knight Browne), bin ich nie über den ersten Satz, der gewaltige Ausmaße hat, hinaus gekommen. Das hat mich ganz schön  abgeschreckt.
Nun höre ich David Copperfield (als kostenloses Librivox-Hörbuch - nebenbei eine exzellente Lesung) und bin hin und weg! So ein unterhaltsames Buch hatte ich niemals erwartet. Und ich habe noch den größten Teil vor mir. Aber davon ein andermal.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich einen Dickens-Roman zuzulegen und loszulegen. 2012 möchte ich auf jeden Fall auch mehr von ihm lesen!

Übrigens kann man im "Penguin Blog" der verlagseigenen Copywriter Managerin bei ihrem ersten Lesekontakt mit Dickens über die Schulter sehen. Auf ihrer literarischen Karte war Dickens bis vor wenigen Monaten ein weißer Fleck; nun verfolgt sie das hehre Ziel, all seine Werke zu lesen und schreibt über ihre Eindrücke.

Also, an alle, denen es ähnlich geht: Keine falsche Scheu und ran an die Wälzer! Es lohnt sich.

{Man sollte sich nur nicht übernehmen und Dickens ein Denkmal setzen: Das hat er testamentarisch untersagt - woran sich natürlich wieder keiner halten will: Hier zwei Artikel aus der FAZ: 1, 2.}

Das muss man der Perry schon lassen!

Ich bin kein Fan von Popmusik. So im Allgemeinen jedenfalls. Auch Katie Perry konnte mich bis jetzt nicht sonderlich begeistern (auch live in concert und mit Gummistiefeln an den Füßen hat sie mich nicht beeindruckt). Aber eins muss man ihr schon lassen: Die Perry ist sich nicht zu schade, sich mal ganz unvorteilhaft und uncool in ihrem Musikvideo zu zeigen! Sehr sympatisch.Scheint ihr auch ziemlich Spaß gemacht zu haben.